Allel Verlag ist das deutschsprachige Imprint von Genomic Press. Es beruht auf einer einzigen Überzeugung: dass große Bücher jedem Leser gehören und nicht in der Sprache gefangen bleiben sollten, in der sie geschrieben wurden.
Wir veröffentlichen literarische Übersetzungen, wissenschaftliche Memoiren und Originaltitel. Was sie verbindet, ist ein gemeinsames Gebiet: jener Bereich, in dem strenge Forschung und die ungefilterte Wirklichkeit gelebten Lebens einander berühren. Unser Programm bewegt sich durch Neurowissenschaft und Psychiatrie, durch Genetik und Pharmakologie, durch Literatur und persönliches Zeugnis.
Nicht die Disziplin hält diese Werke zusammen, sondern die Einsicht, dass das Verstehen des Gehirns, des Genoms und der menschlichen Geschichte am Ende derselben Anstrengung entspringt.
Der Name „Allel" ist kein Zufall, sondern ein Bekenntnis. Das Allel bezeichnet in der Molekularbiologie die kleinste Einheit der Variation. Allel Verlag besteht, damit diese Varianten keine blassen Abbilder bleiben, sondern lebendige Neuschöpfungen, die das gesamte intellektuelle und seelische Gewicht ihrer Vorlagen in sich tragen.
Genomic Press hat in kaum mehr als einem Jahr über 250 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht. Sie fanden Eingang in mehr als 6.000 Nachrichtenberichte, wurden in mehr als 50 Sprachen verbreitet und erreichten eine globale Medienreichweite von mehr als sechs Milliarden. Diese Zahlen sind kein Selbstzweck. Sie belegen, dass ein unabhängiger Verlag mit wissenschaftlicher Strenge und erzählerischem Anspruch ein weltweites Publikum finden kann, ohne die geringste Konzession an den Zeitgeist.
Allel Verlag hat seinen Sitz in New York und gehört zur Familie von Genomic Press, gemeinsam mit dem englischsprachigen Schwesterimprint Allele Books.
Ein wissenschaftliches Memoir über Schizophrenie, Familienbande und die unbequeme Frage, warum eine Schwester erkrankt – und die andere zur international anerkannten Forscherin wird. Das Buch erscheint zunächst auf Englisch, Spanisch und Portugiesisch und erreicht damit fast 95 % der Bevölkerung der westlichen Hemisphäre. Die deutsche Ausgabe folgt 2026 unter Allel Verlag.
Man nannte sie die Hübsche. Sie war Model, sie war klug, sie war von allen geliebt. Der Krankheit war das gleichgültig.
„Es ist Erinnerung und Wissenschaft. Bekenntnis und Ermittlung. Vor allem aber eine Frage, die schmerzt."
Paty, die jüngere Schwester, sitzt um fünf Uhr morgens aufrecht auf der Bettkante, in der frisch gebügelten Schuluniform, und weigert sich, sich hinzulegen, um sie nicht zu zerknittern. Chelo beobachtet sie von der Tür aus und sagt nichts. Sie weiß, ohne es schon zu wissen, dass etwas in ihrer Schwester auf eine Weise zerbricht, die kein Arzt in Torreón je wird reparieren können.
Chelo sucht nach den Antworten, die Eugenia nie hätte stellen können. Oben: Eugenia Aurioles (links) an der Hand ihres Vaters, mit Bruder, Schwester und Mutter – Torreón, Mexiko, um 1950. Unten: Fünfundsiebzig Jahre später erforscht Eugenias Tochter Consuelo (Chelo) Walss-Bass an der UTHealth Houston die Biologie der Erkrankung, die ihre Familie geformt hat. (Unteres Foto: Houston Chronicle/Hearst Newspapers via Getty Images)
Wir haben die Welt erreicht.
Nun erreicht die Welt Deutschland.